1. Street Food Festival in Wiesbaden – Foodie-Paradies und Kalorien-Hölle

Hallooooo? Geht’s noch? Nicht mal drei Minuten in der Nähe des Schlachthofes in Wiesbaden und schon hing ein riesiger Bitch-Fight in der Luft. Vor den Toren des Geländes wurde nämlich der absolute Ausnahmezustand ausgesprochen. Beim Kampf um die letzte Parkplatzlücke fühlte man sich wie beim Autoscooter. Wer die größere Rostlaube und den kleineren Wenderadius hatte, war hier eindeutig im Vorteil. Daher bereits in der Einleitung der erste Tipp: Lasst euer Auto lieber daheim, ihr könnt nach dem Besuch des Streetfood Festivals sowieso nach Hause rollen.

Wer es dann tatsächlich durch die Kontrolle am Eingang geschafft hat, wird nicht nur um den Eintrittspreis von 3 € sondern auch von seinen Getränkeflaschen erleichtert. Immerhin warten drinnen genügend Futterstände und Trinkbuden auf euren Magen und Geldbeutel. Und so war es auch. Die Vielfalt an Ständen hat unsere Erwartung in jedem Fall übertroffen. So dürfen wir euch empfehlen, diese Reizüberflutung erstmal anzunehmen und sich nicht direkt vom ersten Stand verführen zu lassen. Daher Tipp Numero Dos: Ruhe bewahren und das hysterische Mädchen in sich zähmen. Am besten nicht ganz so hungrig auf dem Festival erscheinen, so kann man in Ruhe erstmal das gesamte Angebot abklappern.

Es gilt das Gesetz der Reviermarkierung und natürlichen Selektion. Nachdem wir gefühlt jedem Standbesitzer unsere Wiederkehr versprochen hatten, stellen wir (Janine & Sara) euch unsere Beute und ein paar ausgefallene Highlights vor:

#1 VOLPE – Liebevolle Leckereien

SAMSUNG CSC

Im hintersten Eck hat uns tatsächlich dieser Truck verführt. Es gibt wohl keine bessere Strategie als Probierhäppchen anzubieten, die dann auch noch schmecken. Der Kartoffel-Karl mit Apfelscheiben, hat uns quasi wachgeküsst. Wir sind der Meinung, dass auf diesem belegten Hefeteigfladen sicherlich irgendwelche Süchtigmacher untergemischt wurden. Bei der vielfältigen Konkurrenz muss man eben im Gedächtnis bleiben. Vielleicht war es aber auch nur das Fünkchen Liebe in der Leckerei, die durch den Namen des Standes bereits versprochen wurde. Wer klein anfängt, kann sich eben langsam hocharbeiten, weshalb wir uns dann für das Knabberzeug im Mega Dattel-Dipp entschieden haben. Für 3,50 € war das ein günstiger Gaumenschmaus auf dem Festival – yummy!

 

#2 Bordstein Schwalbe – flying eatery

Ähm, einmal Alles zum Mitnehmen bitte! Da hat die Bordstein Schwalbe schön ihr Röckchen hochgezogen und sich von ihrer heißesten Grill-Seite präsentiert. Irgendwie sind wir am Anfang nur wegen den schönen Tafeln hängengeblieben. Was wir dort Perverses zu lesen bekamen, hat so manche Gelüste geweckt. Unser Glotzen wurde sogar durch das nette Personal mit einer fleischig zarten Kostprobe belohnt. Lecker hat’s geschmeckt und Lust auf mehr geweckt! Vom Spanner zum Grabscher haben wir uns dann für das Rote-Beete-Sandwich mit Ziegenkäse und pornösem Pesto entschieden.

.

#3 PANKOWALSKI – Food and Liquors

SAMSUNG CSC

Awesome. Delicious. Hotter Shit aus Berlin. Ein Teigtaschen-Traum mit abwechslungsreichem Inhalt. Jedes Teil eine Wundertüte für sich und darauf stehen wir! Die Füllungen waren mega! Beef&Cheese, Classic mit Kartoffeln und Zwiebeln oder die California Hähnchen-Kokos-Packung waren ihren Preis von 6 € absolut wert. Dazu gab es gegrilltes Gemüse, Rote-Beete-Meerrettich-Dip und englisch sprechenden Charme. Die Geschmacksexplosion hat so manche Vokabellücke im Gespräch mit dem humorvollen Personal verursacht. Zum Glück bedarf gutes Essen keiner Sprache. Mit einem internationalen „Mhhhhhh“ sei an dieser Stelle genug gesagt. 

.

#4 Lizza – die Superteig Pizza

Trotz stundenlangem Gelaber konnten wir diesem Stand das Geheimnis für seinen glutenfreien, low-carb Superteig aus Lein- und Chiasamen nicht entlocken. Die „Avocado-Bums“-Pizza hat ihren Namen verdient! Auf den ersten Bissen etwas fad, hat sie plötzlich mehr und mehr an Geschmack gewonnen. Das mag wohl an der guten Zusammenstellung des Teiges und der Belag-Affäre von Avocado-Creme und Chilli-Fäden liegen. Auch die Horchata-Limo aus Tigernüssen, ist uns so noch nirgends begegnet.

.

#5 Der Stand ohne Namen

.
Nachtisch geht natürlich immer. Heiß und fettig darf es auch gerne sein. Einen Namen zum Stand haben wir hier vergebens gesucht. Die Besitzerin hatte ihn uns noch auf einem Pappteller notiert, aber irgendwie ist der wohl mit den Servietten im Recycling-Himmel gelandet. Eigentlich hatten wir uns unter der Minz-Limette-Joghurt-Soße auch etwas anderes vorgestellt. In Wahrheit war diese nämlich ein Abklatsch aus der Dönerbude. Vielleicht mag jemandem diese Kombi gefallen, immerhin wurde sie uns als der Bestseller verkauft. Beim nächsten Mal möchten wir unsere Donutsticks aber lieber schokoladig mit Nutella und ordentlich Zucker. Eine zweite Chance bekommt ihr auf jeden Fall, wir sehen uns!

#6 Food Specials

.
Don’t cry – Eat it!
Wo sind die Känguru-Hoden? Was können wir dann mit den gewonnenen Sternen kaufen? Wurden wir etwa endlich in den Kreis der Z-Promis aufgenommen? Oder warum hat uns vor diesem Krabbelvieh-Friedhof niemand gewarnt? Der Würgereiz zu diesen Eiweißbomben war für Veganer der absolute Horror. Ein Warnschild oder Absperrband im Umkreis des Tatortes, wäre sicherlich im Sinne der Tierliebhaber gewesen. Zumindest hätte man sich um eine psychologische Betreuung nach dieser traumatischen Konfrontation kümmern müssen. Da hat der Veranstalter wohl nicht ganz mitgedacht. Von uns gibt es zwar einen fetten Minuspunkt für den fehlenden Dschungel, dafür aber umso mehr Applaus für diese kulinarische Challenge. Die Dschungel-Prüfung haben wir übrigens nicht bestanden. Wir haben nur unseren lausigen Charme bei einem mutigen, starken Mann spielen lassen und ihn um ein Foto gebeten. Als wir die Linse dann doch nur auf seinen Pappteller gelenkt haben, war ein Fünkchen Enttäuschung in seinem Gesicht zu sehen. #sorrynotsorry

Hello mellow – Haben wir uns auch gedacht! Der Schlafzimmer-Blick von Sara, bedarf wohl keiner weiteren Worte. Wir genießen und schweigen!

.
Sweet Asia – Manga war noch nie so real! Zumindest hat hier die Frisur zur gebotenen Spezialität gepasst. Die Bällchen nennen sich Mochis und verkörpern Eis in Klebereisteig. Auf so eine Idee können tatsächlich nur die innovativen Asiaten kommen. Schön, dass sie es mit der kleinen Süßigkeit bis nach Wiesbaden geschafft haben. Wir wollen mehr!

#7 Und noch weiteres Gedöns in Sachen Hunga

2. Street Food Festival in Wiesbaden

Wem wir nun kräftigen Heißhunger bescheren konnten, der muss garnicht lange bis zum nächsten Street Food Festival warten. Ja und wann ist es wieder soweit? Vom 03.-04.10. steigt das 2. Street Food Festival am Schlachthof in Wiesbaden. Bis dahin wird gefastet und ordentlich Platz für die Völlerei geschaffen. 

Nächstes Street Food Festival in Wiesbaden

Könnte dich auch interessieren:

3 Kommentare zu “1. Street Food Festival in Wiesbaden – Foodie-Paradies und Kalorien-Hölle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.