dreieckchen #nachgefragt – ein Blick hinter unsere Kulissen

Wenn man nach einem Interview gefragt wird, überkommt einem ganz kurz das aufgeregte Gefühl, die ganze Welt würde sich für einen interessieren. Wir dreieckchen sollen Fragen beantworten? Wozu? Wir sind doch nur stink normale Mädchen von nebenan, die sich als Hobby so einen digitalen Kram, wie ’nen Blog ausgesucht haben. Die meisten Menschen aus unserem Umfeld oder Bekanntenkreis können mit der Bezeichnung „Blog“ noch nichtmal was anfangen. Und die eine Frage, die uns regelmäßig gestellt wird, ist die Frage nach dem Sinn. Wozu der ganze Aufwand? Warum schreibt ihr überhaupt? Liest das denn jemand?

Wir könnten an dieser Stelle unsere Analysetools für Besucherzahlen auspacken, irgendwelche Follower auf sämtlichen Kanälen auftischen oder unsere liebevollen Leserkommentare aufzählen, aber darum geht es hier absolut nicht. Es geht um Ideen, Erfahrungen und Geschichten, die wir mit der Welt teilen möchten. Um ein gemeinsames Projekt von uns Dreien, das uns noch mehr zusammenschweißt und unser Leben so unterhaltsam und spannend gestaltet. Es geht einfach um die vielen kleinen Zeilen, die dich unsere Texte lesen lässt. Und weil wir gerne hinter unsere Kulissen blicken lassen, machen wir aus diesem Blogpost etwas ganz Persönliches.

Es folgt ein Auszug aus unserem Interview für das simply Kreativ Magazin.

dreieckchen Interview

 

„Wie habt ihr euch kennengelernt?“

So verschieden wir auch sind, eines hatten wir immer gemeinsam: Den Wunsch „irgendwas mit Medien“ zu machen. So richtig digital und in der weiten Welt des Webs. In einem Wahnsinn von Technikproblemen, Designprojekten und Marketingherausforderungen sind wir in unserem Studiengang „Digitale Medien“ an der DHBW Mannheim (schon paar Jährchen her) zu einem super Team und letztendlich zu sehr guten Freundinnen zusammengewachsen.

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„Warum habt ihr euch dazu entschlossen, gemeinsam einen Blog zu führen?“

Wir waren schon immer sehr kommunikationsfreudig und wollten unsere Unternehmungen, leckeren Rezepte und tollen Ideen am liebsten mit der ganzen Welt teilen. Alles begann im Grunde mit Saras Elternzeit. In unserem stressigen Alltag als Vollzeit-Berufstätige hätte niemand noch die zusätzliche Kraft für den Aufbau eines Blogs aufbringen können. Dabei schlummerte in jeder von uns schon ewig der Wunsch nach einer eigenen Plattform. Wir wissen selbst nicht wie es genau geschah, aber eines Abends kam die Frage auf, warum wir nicht einfach einen gemeinsamen Blog starten? Gesagt, getan. Die Elternzeit von Sara musste einfach ausgenutzt werden. Wann sonst würden sich neue Möglichkeiten und damit auch die gerade gewonnene Motivation wieder ergeben? So wurde gemeinsam am Konzept gearbeitet, der Blog aufgesetzt und an den nächsten Wochenenden von jedem die ersten Beiträge produziert.

 

„Wie wählt ihr eure Themen/Projekte aus? Gibt es einen „roten Faden“?“

Ähhm, ganz ehrlich? Bei uns gibt es keinen roten Faden. Wir sind froh wenn wir wissen, was die nächsten zwei bis drei Wochen auf unserem Blog veröffentlicht wird #fürmehrrealitätimbloggerleben. Unsere Beiträge entstehen meist intuitiv aus dem Alltag heraus. Klar, gibt es einige Projekte, die wir schon immer mal machen wollten. Wir führen auch einen kleinen Redaktionsplan, in dem wir unsere Ideen und Inspirationen sammeln. Sicherlich kann sich keine von uns erinnern, wann dieser Plan jemals richtig eingehalten wurde. Ist uns aber ziemlich egal. Eine richtige Timeline haben wir eben nicht. Dafür sind unsere Beiträge ungezwungen und authentisch. Wir möchten uns selbst treu bleiben und den Spaß am Bloggen nicht verlieren. Jeder darf seine Beiträge so fertig stellen, wie es ihm lieb ist. Und da wir zu dritt sind, ergibt sich dadurch ganz ohne Druck jede Woche mindestens ein neuer Beitrag.

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„Wovon lasst ihr euch inspirieren?“

Die reinste Inspirations-Überflutung bietet wohl Pinterest. Hier lässt sich für Alles ein Tipp oder Trick finden: Egal ob für eine Frisur als Hochzeitsgast, Geheimtipps für den nächsten Urlaub oder den nächsten DIY- oder Food-Trend. Unsere Blogbeiträge sind jedoch meistens durch unser Umfeld inspiriert. Bei Unterhaltungen mit Freunden entstehen die spontansten Ideen: “Was schenke ich meinem Patenkind nur zum Geburtstag? Wie hast du denn diesen leckeren Smoothie gemacht? Ich wollte schon immer mal eine Lampe selbst basteln…“. Kleine und größere Fragen, die junge Mädels und Frauen heutzutage bewegen, inspirieren uns jeden Tag.

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„Wie teilt ihr die Projekte/Arbeit unter euch auf bzw. ein?“

Voller Enthusiasmus und Tatendrang sprudelten wir anfangs nur so vor Ideen und jeder wollte sich überall mit einbringen. Da blieb das Chaos mit Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen selbstverständlich nicht aus. Für uns ist es als Dreier-Team jedoch immer sehr wichtig, dass wir uns auf ein Ergebnis oder einen Kompromiss einigen, mit dem wir alle zufrieden sind. Immerhin möchten wir voll und ganz dahinter stehen können. Unsere langjährige tiefe Freundschaft hat sich hier als ideale Basis erwiesen.
Mit der Zeit haben wir unsere Aufgaben eher nach Fähigkeiten und Kompetenzen verteilt – haha. Naja am Ende, ist es wie im richtigen Job – man sollte das machen, was man am besten kann und am liebsten macht. Da wir bei den #dreimalanders-Beiträgen immer alle beteiligt sind, teilen wir die Arbeit beispielsweise wie folgt auf: Consti überlegt sich Rezepte und ist für das Foodstyling/Foto-Set verantwortlich. Hier hat sie einfach die schönsten Accessoires und das richtige Auge. Janine fotografiert das Set und bearbeitet die Bilder anschließend. Sie schafft es immer, das Beste aus den Bildern herauszuholen. Sara hingegen ist unsere Texter-Queen – auch ein verstecktes Talent, welches sie erst seit dem Blog für sich entdeckt hat. Erstellt jemand einen Beitrag ganz alleine, bleiben alle Arbeitsschritte natürlich an ihm selbst hängen. Unterstützung gibt es von den anderen selbstverständlich jederzeit.

 

„Ist es schwierig/kompliziert, euch untereinander abzustimmen?“

Wofür gibt es dieses Internet? Wir sind wirklich tagtäglich miteinander im Austausch und haben ein Tool für uns entdeckt, in dem wir themenbezogene Chatfenster führen. Zusätzlich organisieren wir unseren Redaktionsplan, Kooperationsanfragen und geplante Events oder Reisen mithilfe von Trello. Sind wichtige Themen zu besprechen, veranstalten wir auch mal einen ganzen Abend lang eine Skype-Pyjama-Party. Und natürlich sehen wir uns auch mindestens einmal im Monat, manchmal auch öfter – je nachdem welche Projekte anstehen.

 

„Wie seid ihr zum DIY gekommen?“

Gekauft ist was für Anfänger. Wie oft sieht man etwas, ist zu geizig für den Kaufpreis oder denkt sich, man könnte es selbst soviel schöner umsetzen. Es ist dieser Stolz etwas ganz Individuelles schaffen zu wollen, der aus jedem kreativen Menschen früher oder später ein DIY-Opfer macht. Insbesondere im Zeitalter von Pinterest kribbelt es ganz von allein in den Händen. Umso schöner, dass wir mit unseren Bastelwerken vielleicht auch andere Menschen zu mehr Individualität bewegen können.

 

„Was ist bisher euer liebstes Projekt und warum?“

Puh, gute Frage! Wir stecken in jeden unserer Beiträge viel Herzblut, einen hohen Anspruch an Ästhetik und Authenzität sowie eine Prise Humor und Selbstironie.
Unser größtes Projekt steht uns wahrscheinlich noch unmittelbar bevor: Dreieckchen wächst und bietet unter dem Häschtäääg #bloggereckchen Workshops an. Im vergangenen Jahr waren wir viel unterwegs und haben unser Netzwerk weiter ausgebaut. Das möchten wir nun nutzen und uns mit anderen Bloggern in gemeinsamen Workshops austauschen, die wir zu verschiedenen Themen-Schwerpunkten veranstalten.

Header_Bloggereckchen_Fashion Workshop Header_Bloggereckchen_Food Workshop

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„Welchen Stellenwert hat der Blog bzw. das Hobby Kochen/DIY/Kreativ sein?“

Man kann sagen, dass wir unsere Hobbys auf dem Blog zeigen und somit der Blog wiederum zu unserem größten Hobby geworden ist. Da die Arbeit für den Blog einerseits sehr zeitaufwändig ist, jedoch auch unglaublich viel Spaß bringt, ist der Stellenwert im Alltag ziemlich groß. Er ist eben unser kleines gemeinsames Baby, dass wir lieben und pflegen. Und diese Verbindung beschränkt sich nicht nur auf uns drei, sondern bietet die schöne Möglichkeit sich mit gleichgesinnten Foodies, Mamas und Interior-Freaks auszutauschen.

 

„Wollt Ihr mit „dreieckchen“ etwas Bestimmtes erreichen? Wie stellt ihr euch die Zukunft des Blogs vor?“

Wir möchten alle Leser inspirieren, zu mehr Kreativität ermutigen und neue Trends setzen. Natürlich verfolgt jeder Blogger auch das Ziel mehr Menschen zu erreichen, eine wachsende Gefolgschaft zu haben und stets großartiges Feedback von begeisterten Lesern zu erlangen. Alles andere wäre gelogen. Wichtig ist allerdings, dass man sich nicht von Followerzahlen, Likes und Kommentaren definieren lässt. Es gibt schließlich das reale Leben im Hier und Jetzt, da hangelt man sich nicht zwanghaft an einer vorgeschriebenen Karriereleiter hoch, sondern bestimmt für sich sein eigenes Tempo.

 

„Was ist für euch der ultimative Tipp, den ihr allen kreativen Menschen geben würdet?“

Seid mutig und traut euch was zu! Tut was ihr liebt, auch wenn es manchmal stressig und mit Auseinandersetzungen, Augenringen und Haareraufen verbunden ist. Hinterfragt euch, wie ihr noch besser werden könnt und scheut euch nicht davor zu wachsen oder etwas Neues auszuprobieren. Seid spontan und kostet jede Gelegenheit aus! Denn das Schönste an unserer Bloggerarbeit ist, dass man immer wieder neue interessante und liebe Menschen trifft, die unsere Leidenschaft teilen. Kommt ins Gespräch und bringt euch gegenseitig auf neue Ideen!

Eure Gelegenheit: Habt ihr noch Fragen an uns?

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10 Kommentare zu “dreieckchen #nachgefragt – ein Blick hinter unsere Kulissen

  1. Super sympathisch ihr drei! Die Bilder, eure Ausstrahlung und eure Worte! Ihr seid wirklich tolle und sehr inspirierende Bloggerinnen und ich wünsche euch weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg mir eurem tollen Blog!

    Liebe Grüße
    Anna

  2. Ich hab euren Blog erst entdeckt, aber der Post macht euch direkt sympathisch. An ein paar Stellen hab ich mich auch wiederentdeckt. Freut mich, dass das bei euch so gut klappt :)

    1. Ooooh, bei so lieben Worten werden wir schon ein bisschen rot im Gesicht :D Wir arbeiten gerade übrigens am Adventsbeitrag für deinen Kalender… lass dich überraschen, wir hoffen er gefällt dir.
      Danke für deinen Kommentar. Fühl dich von uns gedrückt!

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