Ein Sommer in Italien (Teil 1): Mein Foodie-Roadtrip durch Piemont, Turin, Mailand & Parma

Pizza, Pasta und Amore! Was braucht es mehr für einen entspannten Urlaub im einzig wahren Foodie- und Slow-Food-Paradies bella italia? Dieses Jahr sollte die Reise unbedingt ins Land der Genießer, des guten Weines und cremigsten Gelatos gehen. Wo gemütliches Beisammensein, Herzlichkeit und hausgemachte Köstlichkeiten im Mittelpunkt stehen. Ich nehme euch mit auf meine Reise durch Norditalien: Durch die idyllischen Weinberge von Piemont, das schicke Mailand, das Parmigiano-Reggiano-Paradies Parma und durch die traumhafte, sonnenverwöhnte Toskana mit Zypressen-Hainen und Pinienbäumen. In Städte voll jahrhundertealten Kulturschätzen wie Pisa, Florenz und Siena und in zauberhafte kleine Städte und Dörfchen wie Lucca, Volterra und San Gimignano. 

Jetzt, wo die Tage kühler und die Nächte länger werden, scrollt man doch gern mal durch die Urlaubsfotos auf dem Smartphone und erinnert sich an den Sommer mit seinen warmen Sonnenstrahlen, den Genuss samtigen Rotweins und späten Abendessen mit viel Pasta. Im ersten Teil meiner kleinen Italienrundreise beginnen wir ganz im Norden in Piemont. 

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Piemont: Von Kirschen, Rotwein und Grissini

Als Werbeopfer hatte ich mir übrigens fest vorgenommen, das Geheimnis der Piemont-Kirsche zu erkunden. Tja, nix war’s: Da hat sich Ferrero die grandiose Marketing-Idee mal richtig was kosten lassen und die Enttäuschung war groß. In Piemont gibt es nämlich gar keine Kirschen. Mon Chérie, so eine Frechheit! Gottseidank wachsen in der Gegend wenigstens die vollmundigen Haselnüsse für Nutella. Gerade nochmal Glück gehabt!

#Barge

Im winzigen Städtchen Barge hatten wir mit dem Alter Hotel eine wirklich schicke Unterkunft mit schönem Garten und Grünflächen. In Barge kann man wunderbar entspannen oder einige Tagesausflüge durch Piemont unternehmen. 

Die besten grünen Tortellini gefüllt mit zartschmelzendem Käse aus der Region habe ich im süßen, kleinen Restaurant in Barge bei D’Andrea gegessen. Die Pasta aus grünem Spinatpulver war wirklich so grasgrün wie auf dem Bild und selbstverständlich hausgemacht. Und das Parfait aus dreierlei Schokoladen mit dem hausgemachten Küchlein, hach – einfach zu schön um wahr zu sein. Auch wenn das Menü komplett in italienisch geschrieben ist, müsst ihr hier unbedingt auf ein gemütliches Abendessen vorbeischauen! Einen solche kulinarische Vielfalt und Geschmacksexplosionen erlebt man selten. In perfekter Harmonie zum Gaumenschmaus wird die exzellente Weinauswahl von Andrea euch einen unvergleichlichen Abend bescheren. 

#Barolo

Unser erste Ausflug ging nach Barolo, bekannt für seinen Wein und eines der Ursprungsstädte der Slowfood-Bewegung, die sich den Erhalt von regionalen Produkten und traditionellen Gerichten auf die Fahne geschrieben haben. Als Kontrastprogramm zu Convenience- und Fastfood Produkten ist es den Menschen in der Region wichtig, dass sie wissen, was bei ihnen auf den Tisch kommt. Bewusstes, regionales Essen mit Genuss gilt heutzutage ja mehr und mehr als Ausdruck von Lebensqualität.  

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Hier lohnt sich definitiv ein Besuch im alten Schloss der Familie Falleti mit Weinmuseum, wenn auch nur um der Mittagshitze zu entfliehen. Seid übrigens vorsichtig, wenn euch in Restaurants ein Korb Grissini auf den Tisch gestellt wird: Mein Brotstick war so trocken, dass ich ihn neben meinem Teller platziert hatte. Gut, dass die Bedienung es nicht ganz so eng sah und meinen angeknabberten Grissini wieder zurück ins Körbchen warf. Okaaay.

#Turin

Von Turin als Stadt war ich relativ enttäuscht. Unspektakulär und schmutzig. Mein persönliches Highlight war definitiv das grandiose nationale Kinomuseum mit transparentem Fahrstuhl (Hui, wie war das mit der Höhenangst).

Nach dem Höllenritt durch die Kuppel des Gebäudes wird man mit einer tollen Aussicht über Turin belohnt. 

#Mailand

Touris everywhere! Wichtigster Hinweis vorab: Nur weil dir das Navi ein ominöses Gebäude mit suspektem chinesischen Besitzer in der Nähe des Doms als Parkhaus anbietet, heißt es noch lange nicht, dass man hier auch sein Auto abstellen sollte. Merke: Nicht alles, was von außen als italienisches Parkhaus gekennzeichnet wird, muss auch seriös sein. Najaaa, Hauptsache lauffaul und direkt im Zentrum. Der Duomo, der prachtvolle Mailänder Dom, war wirklich atemberaubend, daher lasse ich die Bilder für sich sprechen.

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Shopping in Mailand ist übrigens nur mit der schwarzen Kreditkarte zu empfehlen. Direkt angrenzend auf dem Piazza del Duomo befindet sich das Einkaufszentrum der Viktor-Emanuel-Galerie. Wer bereits Schmuckstücke von Prada, Gucci oder Versace sein Eigen nennen darf, wird sich hier bestens aufgehoben fühlen.

Emilia Romagna: In the middle of nowhere mit Parmaschinken & Parmigiano Reggiano

Nach einem Abstecher über Mailand sind wir nun im nächsten beschaulichen Foodie-Paradies angelangt.

#San Bartholomeo

In unserem nächsten Hotel hatten wir neben schlechtem Wetter und schlechter WLAN-Verbindung (Waaah, mein Instagram-Feed!) leider auch mit etwas unmotiviertem Personal zu kämpfen, daher möchte ich hier keine Empfehlung aussprechen.

Entschädigt wurden wir allerdings durch unseren Besuch in der Parmesan Käserei, der Fattoria Rossi. Der jüngste und kugeligste der Familie hatte wahrscheinlich in der Grundschule mal ein paar Brocken Englisch gelernt und musste nun die Touris entertainen und über die Produktion des „italienischen Familiengolds“ berichten. Was glaubt ihr kostet wohl so ein großes Käserad? Da ist man schonmal mit 200 Euro dabei. Mattheo ließ es sich nicht nehmen uns darauf hinzuweisen, wie hochwertig und pikant ihr Parmigiano Reggiano doch im Geschmack sei. Nur regionale Produkte erhalten das DOP-Qualitätssiegel – darauf war er schon ein bisschen stolz. Jaja, an Mattheo ist ein Käse-Consultant verloren gegangen. Na dann probierten wir doch mal und wurden nicht enttäuscht. 

#Parma

Na toll, ein Regentag. Wir haben trotzdem das beste daraus gemacht und unser Kalorienlevel mit einer ausgiebigen Tour durch die Gassen von Parma wieder auf Normalniveau gebracht. Auch wenn ich in Reiseführern oft gelesen habe, dass Parma keine besonders schöne Stadt sein soll, lohnt sich meiner Meinung nach dennoch ein Besuch. Zum Beispiel für eine deftige Brotzeit mit dem berühmten Parmaschinken. 

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#Reggio Emilia

Ein sehr hübsches, kleines Städtchen in unmittelbarer Nähe von Parma. Hier lohnt es sich auch mal einen Blick in die Seitenstraßen abseits der großen Plätze zu werfen und einen Espresso zu genießen, bei dem die Kaffebohnen noch vom Barista selbst geröstet wurden. So hellwach war ich den ganzen Urlaub nicht mehr.

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Ich hoffe mein kleiner Reisebericht hat euch gefallen. Demnächst erfahrt ihr im zweiten Teil aus der Toskana die besten Reisetipps für türkisblaues Mittelmeer, einen entspannten Abend in Pisa und das süßeste, kleine Hotel in ganz Lucca.

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