Fünf Wahrheiten über das Leben einer Mami – Was ein Baby tatsächlich ändert (Teil 1)

Babayblog für Lifestyle Mamas

Schon über ein Jahr lang Mami und immer wieder die selbe Frage: „Uuuuund? Wie ist es?“ Mit neugierigem Blick wird man dabei direkt gemustert. Hat sie etwa noch Zeit für Körperpflege? Keine Augenringe – Check. Haare gekämmt – Check. Fingernägel lackiert – Check. Also muss mit der Austreibung dieses Geschöpfes wohl doch nicht die Welt untergegangen sein. Die starren Augen wandern von mir zu meiner Kleinen. Da sie dem Anschein nach nicht verwahrlost ist, scheint Kindererziehung doch leicht zu sein, oder?

Wenn dann der Blick wieder zu mir zurückwandert, lächel ich nur müde und setze erstmal mein Pokerface auf. In meine Karten möchte ich nur die schauen lassen, die tatsächlich mit dem Gedanken spielen Mama zu werden. Also falls ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der Mutter werden will und eine Entscheidungshilfe braucht, dann teilt doch diesen überaus aufklärenden Beitrag mit ihr – Danke.

So, jetzt heißt es: Schluss mit Spekulationen und her mit einer ehrlichen Zusammenfassung des bisherigen Mami-Daseins! Immerhin ist diese Erfahrung als Mutter so wertvoll, dass es sich mit keiner Zahl beziffern lässt. Wären wir bei der Bank oder an der Börse, müsste es sonst wohl heißen: „Wie ist der aktuelle Babykurs? Hat sich die Investition gelohnt? Ist die Milchbank schon Konkurs? Werden mit den Wertpapieren jetzt nur noch Hintern abgewischt oder hat man nach der 9 monatigen Aufbauphase etwa doch Gewinne eingestrichen?“

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Schmunzeln, die beste Droge der Welt

Wer nach diesem Absatz geschmunzelt hat, dem sei gesagt, dass Schmunzeln zum absoluten Mama-Alltag gehört. Man ertappt sich immer wieder dabei. Ich gehöre zu den wenigen ohne Erfahrung mit Rauschmitteln, aber seit der Geburt meiner Tochter glaube ich ganz der Sucht verfallen zu sein. Man bekommt von seinem Kind nie genug. Möchte es am liebsten pulverisiert durch die Nase ziehen oder noch besser intravinös direkt in den eigenen Körper einspritzen. Man möchte dieses süße Wesen einsaugen, abschlecken, anknabbern, einatmen. Es gibt einem jeden Tag den absoluten Endorphin-Kick. Jeden Tag ein Schmunzeln oder süßes Lächeln auf Mamas und Babys Gesicht. Das gehört seit der Geburt zu unserer Tagesordnung.

Ein Bilderbuch, wie aus der schönsten Pamperswerbung

Gestank, Geschmiere, Gesabber – Dieser Part wird wohl in jeder Babywerbung vergessen. Und auch wenn jede Mama wohl ihr eigenes Windel-Traumata verarbeiten muss, so sei auch vor dieser unangenehmen Schattenseite gewarnt. Damals musste ich vorallem nach der Einführung von Breikost mein braunes Wunder erleben. Dass es stinkt, ist ja ganz ok, aber warum bitte muss es dann noch eine Steigerung geben? Auf einmal reicht es nicht mehr aus die Windel einfach in den Hausmülleimer zu werfen – nein, am besten steckt man diese in ein luftdichtverschlossenes Fass für Atommüll. Am besten versichert man sich, dass dieses Fass nach Einlagerung ins Weltall geschossen wird. Die Hoffnung bleibt, dass die Windel-Gase im Inneren niemals auf einen Planeten stoßen. Die weitreichende Explosion hätte wohl dann auch Auswirkungen auf unsere Erde.

Die „Es ist mir alles egal“-Einstellung

Sie beginnt, sobald man sein Kleines das erste Mal im Arm hält. Keine Ahnung wo sich dieser Knopf befindet, aber er wird ausgelöst und auf einmal verschieben sich alle Prioritäten. Natürlich vergisst man sich nicht selbst und wirft sich aufopferungsvoll vor jeden Zug. Es ist eher so, dass man auf einmal nur noch das eigene Glück sieht und es vehement verteidigen möchte. Es ist nun wichtig sich gut zu fühlen und positiv in die Zukunft zu blicken. Man möchte nur noch die Dinge tun, die einem Freude bereiten. Auf einmal ist eben nicht mehr wichtig eine bestimmte Position im Rahmen seiner Business-Karriere zu erreichen, sondern lieber eine Arbeit zu verrichten, die einem Spaß macht. Materielles Gedankengut wird ausgetauscht durch Flowerpower. Man sieht in jedem Projekt ein Baby und möchte es mit Leidenschaft groß ziehen. Däumchendrehen auf dem Arbeitsplatz wird vom eigenen Elan nicht mehr akzeptiert. Als Mutter erhält man einen neuen Antrieb, vielleicht auch wegen der süßen Motivation, die dich krabbelnd und brabbelnd immer wieder aufbaut. Muddis lassen die Dinge nicht einfach an sich vorbeiziehen – nein, sie werden auf einmal diszipliniert und hartnäckig. So wie sie sich in der täglichen Babyschule durchsetzen müssen, werden die neuen Fähigkeiten auch auf andere Aufgaben des Lebens übertragen. Eine Muddi beginnt vorrausschauend zu denken, ist geduldig und vorallem multitasking-fähig. Ihre Superkräfte setzt sie für das Gute ein.

Kaufrausch im Land der Selbstlosigkeit

Ich habe schon seit einigen Monaten keine Unterhose mehr, aber dafür könnte meine Kleine zu jeder Tageszeit ein anderes Outfit tragen. So in etwa könnte man die gähnende Leere in meinem Kleiderschrank im Vergleich zum Haufen an Babyklamotten beschreiben, der im Kinderzimmer auf seine Besteigung wartet. Es wird einem plötzlich egal, dass nur noch die Zelte aus der Schwangerschaft übrig und die vorherigen Klamotten immernoch zu klein sind. Irgendwie hofft man darauf, dass sich alle Lieblingsstücke von alleine größer schneidern. Solange Hummeln fliegen können, glaube ich an Wunder! Und deshalb wird jeder zusammengekratzte Cent lieber für einen Babybody als für den eigenen Body investiert – warum? Weil die Sachen einfach „sooooo süß“ sind und die Spiegel in der eigenen Wohnung sowieso schon abgehängt wurden. Mein Baby braucht das halt unbedingt, ist mir egal, wenn es nächste Woche nicht mehr passt. Gibt es das auch in Rosa? Haben Sie was mit Tütü da? Schatz, sorry für die ganzen Ausgaben #sorrynotsorry !

Wo sind deine Freunde, du Opfer!

Wenn ihr ein Teil der Gesellschaft seid, dessen Freundeskreis arbeitslos ist oder vielleicht sogar aus freizeitliebenden Studenten besteht, dann beglückwünsche ich euch von Herzen. Mir ist nämlich erst nach der Schwangerschaft aufgefallen, dass ich mir vorher hätte Freunde suchen müssen, die meine neugewonnene Zeit und somit das Babyhobby mit mir teilen können. Wer mag schon alleine zuhause sitzen, während alle anderen schwer beschäftigt auf ihrer Arbeit sind. Ihr solltet euch also schnellstmöglich Freunde suchen, die Kinder entweder noch in sich oder bestenfalls um sich tragen, damit man mit heulender Kreischsirene gemeinsam um die Häuser ziehen kann. Im Rudel ist man eben stärker und genervte Passanten können ihre Wut auf mehrere Plagegeister aufteilen, anstatt nur eines mit ihren Blicken zu töten. Mit der Schwangerschaft erweitert sich also auch der Freundeskreis und ich bin froh nach monatelanger Akquise endlich eine Kinderwagenfreundin gefunden zu haben. Der restliche Freundeskreis ist komischerweise bestehen geblieben. Ich hätte erwartet, dass ich mit Kind vielleicht nicht mehr willkommen bin, allerdings hat sich wohl meine strenge Selektion an liebevollen Vertrauten sehr gelohnt. Es ist goldwert tatsächlich nur von Menschen umgeben zu sein, die einen selbst und sogar seine Nachkommen lieben. In diesem Sinne widme ich diesen Absatz nur euch – ihr wunderbaren Psychos, die es mit uns aushalten. Wir haben euch so unendlich gern und schenken euch den süßesten Babykuss mit geöffnetem Mund – mhhh lecker!

 

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