Rock the Blog 2017 – Das haben wir von der Konferenz gelernt

Willkommen in Hannover. Einem Fleckchen Erde auf dem sich am Freitag, den 24.03.2017 neugierige Menschen rund um das Thema Bloggen versammelt haben. Die beste Gelegenheit sich zu vernetzen, ein Gespür für die Trends 2017 zu erhalten und sich über die größten Erfolgsfaktoren für Blogs auszutauschen. Auch wir haben auf der Rock the Blog einiges gelernt, saßen streberhaft in der ersten Reihe, hatten Gelegenheit brennende Fragen zu stellen und durften sogar selbst auf der Bühne über unseren Blog berichten. Ein ereignisreicher Tag, bei dem wir auf dem Rückweg eine volle Todo-Liste in die Goodie-Bag stopfen durften. Die wichtigsten Punkte und Highlights haben wir für euch hier zusammengefasst.

Fashion: Kreativität trifft Technologie und Nachhaltigkeit

In Zukunft sollen alle Textilien mit einem Tag versehen werden können, welcher es ermöglicht die Materialien durch einen Scanner zu erkennen. Weggeworfene Kleidungsstücke können somit besser verwertet werden. Eine enorme Ressourcen-Ersparnis, die in der Zukunft dringend notwendig ist. Insbesondere an Fashionblogger wurde der Appell gegeben, dass Bloggen sehr viel mehr ist als das Festhalten schnelllebiger Trends. Nachhaltigkeit sollte jeder im Hinterkopf behalten, der an seinen Stücken auch mit gutem Gewissen die Freude genießen möchte und genau dieser Punkt sollte zukünftig mehr und mehr in den Köpfen verankert sein. 

In Sachen Style erwarten uns raffinierte Schnitte. Es wird asymmetrisch und metallisch. Der futuristische Ansatz wird durch eingearbeitete LED-Effekte unterstrichen. Als Kritik an unsere zukünftige Gesellschaft liefen alle Models abgelenkt von elektronischen Gerätschaften stumpf und emotionslos durch die Besucher-Reihen. Nimmt man in der Zukunft überhaupt noch seine Umgebung wahr?

Lifestyle: Das Leben schreibt die besten Geschichten

Ohne Blogger, keine Competition. So führte uns eigentlich erst die Einladung von blogfoster auf die Rock the Blog. Ein unglaublich bereichernder Glücksfall, denn auf den Wettbewerb „Erzähl uns deine Geschichte“ hatten wir uns kurzfristig und ganz spontan beworben. Und tatsächlich hatte Saras Blogbeitrag zu ihren ganz persönlichen Mama-Momenten die Jury überzeugt. Gemeinsam mit vier weiteren Finalisten durfte die eigene Idee präsentiert und um ein Reichweiten-Boosting gepitcht werden.

Entstanden ist eine Inspirationsquelle, welche gezeigt hat, wie spannend selbst „Kartoffelschälen als Lifestyle“ in einem Blogbeitrag verpackt sein kann. Wir gratulieren Jessica von Jolimanoli zum Sieg, bedanken uns herzlich bei blogfoster und freuen uns über die Erfahrung, die wir auf der Bühne machen durften. Allen Bloggern können wir nur empfehlen: traut euch und nutzt jede Gelegenheit auf eure Blogbeiträge aufmerksam zu machen. Es muss nicht der erste Platz auf dem Treppchen sein. Jeder gewinnt, der einen Blick auf Bloggerkollegen wirft und aus ihrer Kreativität für sich eine Bereicherung ziehen kann.

(L)egal: Recht und Ordnung

Sei schlau, stell dich dumm – ist vielleicht nicht die beste Strategie. Wir haben es schon oft selbst erlebt: Wieviele Blogger betreiben Werbung, schreiben zu Produkten ganz dreiste Empfehlungen und sind es sich nicht wert, diese als gesponsert zu markieren. Damit steht man nicht nur bei den Lesern schlecht da, sondern verscherzt es sich auch bei Bloggerkollegen. Noch dreister ist es, diese Schleichbeiträge und selbst gekennzeichnete Beiträge über die sozialen Netzwerke zu promoten. Für Facebook wird hier absolut eine Verifizierung (blauer Haken) benötigt. Dabei ist dies unglaublich wichtig, denn und jetzt aufgepasst – ALLE Beteiligten haften. Das bedeutet insbesondere die Auftraggeber! Besonders wertvoller Hinweis war außerdem Ghostery.com. Eine Plugin, das euren Blog durchleuchtet und Informationen ausgibt, welche Punkte unbedingt in eurem Impressum aufgenommen werden sollten.

Die wichtigsten rechtlichen Besonderheiten für Blogger gibt es hier vom Rock the Blog Speaker Dr. Schwenke zusammengefasst.

Reichweite: Wichtige Erfolgsfaktoren für deinen Blog

Nische? Wer braucht schon eine Nische? Viel wichtiger ist es für deinen Blog und deine Themen zu brennen. Eine Aussage, die uns dreieckchen unglaubliche Erleichterung geschenkt hat. Wir haben oft genug daran gedacht uns auf ein ganz bestimmtes Thema zu reduzieren, allerdings lieben wir unsere Vielfalt. Bei unseren Interessen wäre es sogut wie unmöglich eine Nische zu finden. Jenny und Basti vom Blog 22places gaben in ihrer Session tiefe Einblicke zur persönlichen Erfolgsgeschichte. Wie baut man die Reichweite eines Blogs am besten auf? Fehler machen, Leser einbeziehen und einen Mehrwert bieten. Mit Ihrer Idee, über ein Kontaktformular die Leser am Blog teilhaben zu lassen, gelang der große Durchbruch. So wurde gemeinsam nach schönen Fotolocations gesucht und jeder durfte seine Wünsche sowie Tipps einbringen. Eine wundervolle Strategie, um Leser langfristig an sich zu binden. Besonders gut gelingt dies auch mit der Einbindung eines Newsletters. Dieses Projekt werden auch wir ganz bald angehen.

Netzwerk: We rise by lifting others

Das gilt vorallem für Blogger untereinander. Wir sind schon lange Teil des Blogst Netzwerkes und haben uns auch diesmal über die Gelegenheit gefreut, neue Blogger-Kollegen/innen kennenzulernen. Im Rahmen eines Blogst Meetups sowie einer Session sorgten die Gründerinnen Ricarda und Clara dafür, dass sich Gleichgesinnte austauschen, beraten und in Kontakt bleiben. Immer kennt jemand irgendwen, der jemanden anderen kennt, der einem weiterhelfen, inspirieren und bereichern könnte. Allein vor seinem Rechner sitzen und Texte schreiben, kann jeder. Zeigt eure Persönlichkeit. Wer steckt hinter eurem Blog? Die coole Rock the Blog Atmosphäre hat in diesem Punkt mit ihrer Kulisse und den gemütlichen Schaukel-Installationen in jedem Fall zum geselligen Beisammensein beigetragen.

Unternehmen: Micro-Influencer als Wunderwaffe

Auch für Unternehmen gab es in diesem Jahr jede Menge Input. Ganz groß war die Aussage vertreten, dass ein gutes Investment und damit ein langfristiger Erfolg eher in der Zusammenarbeit mit Micro-Influencern erreicht wird. Die Kleinen sind also nun an der Reihe. Für uns bedeutet das: Höchste Zeit sich zu positionieren. Wer vernünftige Seitenaufrufe und treue Follower vorweisen kann, hat für Kooperationen mit Unternehmen die besten Voraussetzungen. Was bringt es Firmen eine Caro Daur zu beauftragen, welche sich nur wenige Tage vorher mit einem Konkurrenzprodukt hat ablichten lassen? Marken sind von der Authentizität das Bloggers abhängig und die ist bei kleinen leidenschaftlichen Blogs eher zu finden, als bei den großen Influencern mit einer gestreuten Leserschaft und einem Profil, das vor Werbeartikeln fast platzt.

In diesem Sinne blicken wir euphorisch auf das Jahr 2017 und sind gespannt auf zukünftige Projekte.
Eure dreieckchen.

 

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3 Kommentare zu “Rock the Blog 2017 – Das haben wir von der Konferenz gelernt

  1. Für den Newsletter: Schau dir mal PopupAlly an. Das nutze ich und bin zufrieden.
    Verändert aber auf keinen Fall euer Konzept. Ihr seid toll so. Deine Positionierung ist doch jetzt klar und die anderen zwei Eckchen schau ich mir auch gern noch mal an.
    Aber aus dem Bauch würde ich Smoothie mit viel Style sagen 😉🍹

    1. Hey Mareike,
      danke für deinen Tipp, wir schauen uns das mit dem Newsletter mal an. Du bist immernoch absolut Coca Cola :D

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