Solebich Treffen in Weil am Rhein: Zu Besuch im Vitra Design Museum

Eames Armchair Sitzschalen auf Podest in Blau Nuancen

Vergangenen Samstag war es endlich soweit: Das liebe Redaktionsteam von Solebich hat seine Kontakte spielen lassen und uns einen Besuch auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein ermöglicht. Ein Design-Klassiker aus diesem Haus, den jeder bestimmt schon einmal auf einem der zahlreichen Interior Blogs oder auf Pinterest gesehen hat, ist der absolut zeitlose Eames Chair. Ein Ausflug ins Vitra Design Museums lohnt sich nicht nur für Design Begeisterte und Architektur-Freaks, sondern für jeden der sich gern von modernen Einrichtungs- und Deko-Ideen inspirieren lässt. Hier kann man locker den ganzen Tag verbringen und hat noch nicht alles gesehen. Was passiert, wenn ca. 20 Interieur Liebhaber auf einen Haufen treffen? Lassen wir die Bilder für sich sprechen. 

Einmal hinter die Kulissen des Schweizer Familienunternehmens, beliebter Designklassiker und eines der führenden Design Museen weltweit schauen? Da sind natürlich staunende „Oooooh’s“ und „Aaaaaah’s“ vorprogrammiert. Nach einem netten kleinen Sektempfang mit Vorstellrunde in der Business Lounge ging es auch direkt schon los. Wir haben das VitraHaus mit seiner verschachtelten Architektur, toll inszenierten Wohnideen und schicken Möbeln bestaunt, eine interessante Führung durch das Schaudepot im Vitra Design Museum erhalten, ein leckeres Mittagessen im Restaurant Deli mit unterhaltsamen Gesprächen genossen und schließlich den Designshop angeschmachtet oder sagen wir eher geplündert.

 

#1. Stop: Think Pink – Einmal wie Alice im Wunderland fühlen

Angekommen im VitraHaus verteilt sich der eigentliche Showroom auf 4 Stockwerke, der regelmäßig umgestaltet und von namhaften Designern neu interpretiert wird. Wir starten natürlich ganz oben im Vitra Loft mit der besten Aussicht auf des Gelände. Die „Alice im Wunderland“ Inszenierung lässt seit dem letzten Jahr Mädchenträume wahr werden. Designerin India Mahdavi zeigte Mut zur Farbe spielt hier mit verschiedenen Proportionen von Alltagsgegenständen. Das riesige Edelweiß und die überdimensionale Teekanne springen sofort ins Auge. Rosafarbene Stoffe werden mit hellen Hölzern kombiniert.

#2. Stop: Design Klassiker in ihrer natürlichen Umgebung erleben

Vitra beschreibt „jede Einrichtung als persönliche Collage, die sich im Laufe der Zeit mit den Vorlieben und den Lebensumständen ihres Besitzers verändert“. Schöner kann man es nicht zusammen fassen: Den Satz sollte man sich bei der nächsten Möbelumstell- und Ausmist-Aktion merken, wenn der arme Freund zuhause wieder genervt die Augen verdreht. #schonwiederallesneu?

Living Inspiration

Black and white meets natural: Nach dem rosa Overkill wird es in der nächsten Etage wieder cleaner. Design mit Humor: Der Coconut Chair von George Nelson symbolisiert eine in 8 Teile aufgeschnittene Kokosnuss, nur umgekehrt – innen dunkel und außen hell. Klarheit und reduzierter Materialeinsatz verpackt mit einem Augenzwinkern. 

Fluffig und weich: Auch beim Marshmallow Sofa hat Nelson seine Kreativität spielen lassen. Es gehört zu den außergewöhnlichsten Sofas der Designgeschichte. Die Polsterkissen mit der schlichten Stahlkonstruktion können beliebig erweitert werden. Im Schaudepot wurde uns später berichtet, wie unglaublich aufwändig der Herstellungsprozess war.

Sitzen, wie in einer Badewanne: Der elegante Liegesessel „La Chaise“ wurde vom bekannten Designerpärchen Charles und Ray Eames in den 50ern für einen Wettbewerb des Museum of Modern Art in New York kreiert. Er hat auf der Sitzfläche eine Aussparung für den Popo, gehört für mich allerdings eher zur Kategorie extravagant als bequem. 

links: Elegantes Regal-Ensemble in schwarz weiß | rechts: Der Lounge Chair von Charles und Ray Eames zählt als Klassiker im modernen Möbeldesign und ist für den Preis eines Kleinwagens zu erwerben.  

Bei Interieur Nerds heißt es oft: Einen Design-Liebhaber erkennt man am Eames House Bird – Ein Haus wird erst mit dem typischen Holzvogel zu einem Zuhause. Den gibt es übrigens auch im Design Shop zu kaufen, auch hier ist der Preis leider dreistellig.

Office Inspiration 

Wie cool ist bitte diese Treppe: How happy are your with you Job? Das würde manches Mitarbeitergespräch definitiv mal schneller auf den Punkt bringen. Passend zum lockeren Ambiente der Vitra-Bürowelten sorgen die Papierflieger-Mobile für eine spannendes Spiel mit Licht und Schatten.

Wer hätte es gedacht – es gibt sie tatsächlich: Schöne Büro-Stühle in Weiß und Hellgrau anstatt der immer gleichen Kombination von düsterem Schwarz und Metall. Gemeinsam mit den gepolsterten Trenn-Elementen und schönen floralen Details ist das ein interessantes Konzept für einen modernen Workspace. Hier würde ich mich auch wohlfühlen.

Und bei so vielen Interieur begeisterten Mädels auf einem Haufen war es fast klar, dass wir uns bei dem ein oder anderen Schmuckstück verquatschen und ins Schwärmen kommen. Da grenzt es fast an ein Wunder, dass wir nicht unseren Anschlusstermin im Schaudepot am anderen Ende des Campus verpasst haben. Weiter träumen konnte man so lange, bis man auf die leichtsinnige Idee kam, an den zahlreichen Panels mal nach den Preisen zu gucken. #ausdertraum #imnächstenleben  

#3. Stop: Eine Zeitreise ins Schaudepot

Hier empfehle ich euch unbedingt, an einer Führung teilzunehmen, da man ansonsten nach kurzer Zeit wieder draußen ist. Die historische Entwicklung des Möbeldesigns war nicht nur sehr interessant, sondern beinhaltet auch viele kulturgeschichtliche Aspekte und witzige Anekdoten. In der Sammlung des Vitra Design Museum kann man über 400 Schlüsselobjekte des modernen Möbeldesign entdecken – von 1800 bis heute.

Original Eames Chairs der ersten Generation mit Fieberglas aus dem Vitra Schaudepot

Platt von soviel Design-Inspirationen haben wir unsere Eindrücke erst einmal sacken lassen und uns im Deli, dem Restaurant im Schaudepot, ein reichhaltiges Mittagessen gegönnt.

Hausgemachter Eistee mit einem XXL-Chicken-Cheese Baguette und einer gemixten Salad Bowl aus Taboulé, roter Beete und Blumenkohl – Leeecker!

Im Schaudepot gibt’s übrigens auch einen kleinen Shop im Eingangsbereich. Neben vielem kleinen Büro-Accessoires und Schnickschnack war das Staunen groß, als eine Mitarbeiterin aus einer Schublade noch eine Vielzahl verschiedenfarbiger Vasen in allen Pastelltönen hervorzauberte. #meinsmeinsmeins

#4. Stop: Shopping-Eskalation im Vitra Design Shop

Zum Abschluss ging es zurück zum VitraHaus und ins Erdgeschoss zum Vitra Design Shop, wo die Mädels noch um das ein oder andere schöne Schmuckstück geschlichen sind. Fast hätte ich bei den schönen schwarz-weiß Tabletts zugeschlagen.

Stattdessen habe ich mir als Erinnerung an den schönen Tag endlich den schweren Kinfolk Home gegönnt, den es nun auch auf Deutsch gibt. Unter dem Credo „Lebe in deinem Rhythmus“ zeigt das erfolgreiche Kinfolk Magazin darin eine Sammlung verschiedener Homestorys von Menschen, die mit Achtsamkeit und Entschleunigung durch’s Leben gehen und auch ihre Wohnungen und Häuser in diesem Lebensstil einrichten. Ich liebe Homestorys und freue mich schon sehr darauf gemütlich bei einem Cappuchino auf dem Sofa darin zu blättern. The Kinfolk Home könnt ihr übrigens auch online bestellen: KLICK.*

Übrigens gibt es neben dem VitraHaus selbst und dem Schaudepot auf dem Vitra-Campus noch einiges mehr zu entdecken. Leider hat es uns zeitlich nicht mehr gereicht. Die jährlich wechselnden Ausstellungen im Vitra Design Museum sind bestimmt sehr sehenswert – bis 14. Mai 2017 läuft hier aktuell noch die Ausstellung „Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine“. 

Von Heidelberg waren es bis zum Vitra Campus in Weil am Rhein ca. 2 Stunden Fahrt mit dem Auto. Gelegen im Dreiländereck zu Frankreich und der Schweiz, eignet sich Weil am Rhein super, um noch kurz über die Grenze zu düsen und sich mit leckerem Schweizer Käse einzudecken. Auch Basel ist nur einen Katzensprung entfernt. 

Was ist Solebich?

Die Wohncommunity wurde Nicole und Daniel 2007 in Paris gegründet und feiert dieses Jahr bereits ihr 10-jähriges Jubiläum, kaum zu glauben! Die Neugierde, wie es hinter den schönen Fassaden in den Vierteln wohl aussah, faszinierte die beiden so sehr, dass sie mit Solebich eine Webseite für ihre eigene Wohn-Community gegründet haben. Hier kommen Menschen zusammen, die die gleiche Leidenschaft für Interieur und ein schönes Zuhause teilen. Mein Profil bei Solebich findet ihr übrigens hier: KLICK.

Hier noch unser gemeinsames Gruppenbild vom Solebich-Treffen vor dem VitraHaus. Ein großes Dankeschön geht auch an unsere zwei sympathischen Organisatorinnen Christina und Elisa. Am schönsten quatscht es sich doch einfach offline und was ich am erstaunlichsten finde: Manchmal trifft man Gleichgesinnte, mit denen man sich auf Anhieb versteht und mit denen man so unkompliziert einen schönen Tag verbringen kann, als würde man sich seit Jahren kennen. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen! 

 

*Affiliate-Link (Bedeutet: wenn ihr den Artikel über unseren Link kauft, bekommen wir eine kleine Provision, für euch entstehen jedoch keine Mehrkosten. Wir empfehlen nur Artikel, von denen wir auch selbst überzeugt sind.)

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2 Kommentare zu “Solebich Treffen in Weil am Rhein: Zu Besuch im Vitra Design Museum

  1. Liebe Consti,
    ein ganz toller Blogpost – vielen Dank fürs Mitnehmen. Die Fotos vom Campus und von euch sehen wunderbar aus, nach einem wirklich gelungenen Tag. Nächstes Mal sind wir auf jeden Fall dabei!
    Viele liebe Grüße
    Kati & SoLebIch Team

    1. Danke liebe Kati!
      Freut mich sehr, dass euch die Bilder gefallen – Es war wirklich ein sehr schöner Tag!

      Liebe Grüße
      Consti

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