Stokke Scoot Erfahrungsbericht – Kompakter Kinderwagen im trendigen Design

Stokke Scoot V1 V2 Erfahrungsbereicht

Ooooh! Was ist das denn für einer? – Immer wieder begegne ich Menschen, die all ihren Mut zusammenreißen und mir diese Frage stellen. Und immer wieder ärgere ich mich, weil ich nie auf unseren Blog mit einem tollen Erfahrungsbericht verweisen kann. Die Muttis kramen meist nach einem schäbigen Papierblatt und notieren schnell den Namen bevor jeder seines Weges geht. Dabei würde ich den Mamis am liebsten vor Ort alle Funktionen demonstrieren, die Vor- und Nachteile ausdiskutieren und sogar eine Probefahrt anbieten. Mit diesem Blobeitrag kann ich nun endlich dem lieblosen Smalltalk an der Kasse, im Wartezimmer beim Kinderarzt oder im stickigen Bus eine Basis geben. Und wehe, mich fragt in Zukunft niemand mehr auf der Straße nach meinem Kinderwagen!

Da ist er, mein herzallerliebster Stokke Scoot

Mit den Modellen Xplory, Crusi und Scoot setzt Stokke auf anspruchvolles Design für jeden Kinderwagentyp. Die drei Modelle besetzen gezielt Marktnischen, um jedem Bedarf gerecht zu werden. Mit der „Higher is Better“ Mentalität konzentriert sich der Hersteller darauf, dass das Kind stets Augenkontakt zu den Eltern halten kann und setzt deshalb eine erhöhte Sitzposition in den Fokus. Der Scoot ist die kompakte Variante der Stokke Familie und besticht durch einfache Handhabung sowie Flexibilität. Dank seiner kleinen Größe und einem Fliegengewicht von 12,8kg, bietet er einen hohen Komfort. Ich mag es einfach und praktisch, woraus sich meine Euphorie erklären lässt. Ihr möchtet es genauer wissen?
Los geht’s!

Kinderwagen im schönen Design

Was kostet uns der Spaß?

stokke_scoot_v2_blog_reviewWieviel Geld ist für einen Kinderwagen okay? Natürlich setzt sich jeder sein Budget selbst. Betrachtet man allerdings annähernd schöne Kinderwagen, bei denen die Hersteller ebenfalls Wert auf die Optik legen, erscheinen auf der Rechnung schnell einige Nullen. Klar, umso höher die Ausstattung, desto größer das schwarze Loch im Portemonnaie. Ich besitze momentan noch den Stokke Scoot V1 in der Farbe Grau bzw. „Black Melage“, welcher im Handel für ca 460€ erhältlich ist. Mit dem neuen Scoot V2 (rechts im Bild) bekommt man allerdings für ca 599€ noch mehr Features, weshalb ich bereits mit einem Update liebäugel. Beide Modelle sind inklusive Regenverdeck und Moskitonetz. So ist man super ausgestattet und immernoch gut bei Kasse.

Das Praktische am Stokke Scoot ist die Möglichkeit eine Neugeboreneneinlage (ca. 50€) zu nutzen. So spart man sich den Kauf einer teuren Babywanne und kann den Kinderwagen von Geburt an verwenden. Für mich war dies ein wichtiges Kaufkriterium. Auch der Blendschutz bringt Einsparungen mit sich: Er kann sehr weit nach unten gezogen werden, weshalb die Anschaffung von weiterem Zubehör wie einem Sonnenschirm völlig unnötig ist. Wer hierbei denkt, dass sich die Hitze dadurch im Kinderwagen staut, den weise ich gerne dezent auf das eingebaute Netzfenster hin. Dieses sorgt im Sommer für eine ausreichende Luftzirkulation und gewährleistet den stolzen Eltern stetigen Sichtkontakt auf ihr Kind.

fenster_netz_sichtkontakt_kinderwagen_dach

Wie schlägt er sich unterwegs?

Lasst euer Einkaufskörbchen Zuhause denn ab jetzt könnt ihr alles im Scoot verstauen. Im Gegensatz zu anderen Modellen wie beispielsweise dem Joolz, mit seinem lächerlich kleinen Stauraum, kann man mit der großen Ablagefläche bedenkenlos shoppen gehen.

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Auch durch die wendigen Räder, fällt einem der Einkauf leicht. Bislang bin ich durch jeden noch so engen Gang gekommen und habe jede Herausforderung an kompliziert aufgestellten Verkaufständen dankend angenommen. Dies mag wohl auch der Grund sein, weshalb sich der Stokke Scoot auch für sportliche Aktivitäten nutzen lässt. Mit der Option die Flexibilität der Räder zu sperren, eignet sich dieser ebenso für Jogging-Ausflüge. Mein Training beschränkt sich allerdings auf die Bewältigung von exzessiven Shopping-Marathons.

Sportkinderwagen mit wendigen Rädern

Manchmal habe ich mich gefragt, welcher kinderlose Architekt wohl auf die Idee gekommen ist, in so manchem Kaufhaus solch enge Aufzüge zu bauen. Ich weiß nicht, wie es andere mit ihrem Ferrari bewältigen. Tüten draußen lassen? Das Kind im Kinderwagen hochschicken und selbst die Rolltreppe nehmen? Doch das halsbrecherische Risiko aufnehmen und zusammen mit dem Kinderwagen die Rolltreppe wählen? Bei mir gab es selbst in einem Einpersonen-Aufzug und Scoot noch genug Platz zum Atmen.

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Was Platzmangel angeht, brauch ich wohl niemandem von der Kofferraum-Panik erzählen. Wenn auch hier Einkäufe verstaut werden müssen, ist es von Vorteil in Tetris gut geübt zu sein. Mit dem Stokke Scoot lässt sich dieses Problem auf ein Faltmaß von 57 x 42 x 99 cm minimieren. Einem Regenschirm kann er zwar keine Konkurrenz machen allerdings hinterlässt er auch so genügend Freiraum und lässt sich zudem nur mit einer Hand zusammenfalten.

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Bequem und sicher muss es sein

Wer sich einige Stunden dem Schaukeln im Kinderwagen hingeben muss, der fällt früher oder später in einen tiefen Schlaf. Leider ist dieser Schlaf mit ein paar Einschränkungen verbunden. So müssen Kleinkinder auf den Luxus verzichten unterwegs auf dem Bauch schlafen zu können. Zudem gibt es beim Stokke Scoot V1 nur zwei Sitzpositionen: entweder man ist waagrecht im Schlummerland oder erkundet im Sitzen die Gegend. Eine Zwischenstufe wird erst mit dem V2 geboten. Wer allerdings die gute Polsterung und angenehme Federung durch die Räder zu schätzen weiß, wird über diesen kleinen Minuspunkt hinwegsehen können.

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Jede Mutter wird mit der Zeit schmerzhaft feststellen müssen, dass sich ihr Kind nicht mehr nur für sie interessiert. Es ist erstaunlich wieviel Interesse die Kleinen für ihre Umgebung zeigen und manchmal sogar gegen die Müdigkeit kämpfen, nur um nichts zu verpassen. Mit einem kleinen Weltentdecker im Kinderwagen ist es daher umso wichtiger, den Sitz sowohl in Fahrtrichtung als auch mit Blick zum Elternteil richten zu können. Gerade nach dem ersten Lebensjahr, möchten die Kinder freie Sicht – kein 180° Panorama dieser Welt soll hier noch von der Silhouette der Eltern gestört werden. Mit einem einfachen Handgriff lässt sich der Sitz wenden und die Entdeckungstour weiter fortführen. Für die entsprechende Sicherheit unterwegs, sorgen hierbei die Vorzüge des 5Punkt-Gurtes. Dieser hat sich schon in so mancher Situation als Segen erwiesen, vorallem wenn man sich manchmal etwas ungeschickt anstellt – so bin ich eben.

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Auch am Esstisch wird es bequem. Durch die umgesetzte Kinderwagenhöhe lässt sich der Stokke Scoot nämlich an jeden Tisch ranschieben und als mobilen Kindersitz nutzen. Wer unterwegs sein zappelndes Kind auf dem Schoß füttern musste, wird über diese Erleichterung besonders glücklich sein – da hat jemand einfach mitgedacht!

Fazit

So ein Designerwagen macht was her. Selten hab ich es erlebt, dass die inneren und äußeren Werte gleichermaßen punkten. Wenn das eigene Kind sich im Kinderwagen wohlfühlt und man als Mama den Wagen als größeres Accessoire ansieht, gehören einem die Straßen! Wir sind mit unserem Stokke Scoot gerne unterwegs, rennen oft zum Bus, freuen uns über Pflastersteine und haben keine Angst vor Regen.

Unseren Test hat der Stokke Scoot bestanden – und wie sieht es bei euch aus?
Habt ihr euren Lieblingskinderwagen bereits gefunden?

 

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5 Kommentare zu “Stokke Scoot Erfahrungsbericht – Kompakter Kinderwagen im trendigen Design

  1. Danke für den tollen und ausführlichen Bericht! Ich kann zu unserem Modell ja leider noch nicht viel sagen, das mache ich dann, wenn wir den Wagen eine Weile im Gebrauch hatten ;)

    Herzliche Grüße, Frauke von
    ekulele

  2. Hallo :)
    Toller Bericht..
    Ich hab da paar Fragen an dich:)
    Hast du den scoot auch im Winter mit fußsack benutzt? Und wenns etwas wärmer wird aber noch kalt ist mit einer Decke? Geht nicht oder?
    Stört es nicht, dass die Füße baumeln?

    So genug Frageb gestellt :)

    Liebe Grüße

  3. Ich bin wohl die Kinderwagenexpertin für Geschwister-Lösungen.
    Meine Kids sind jetzt 1 und 2. Also habe ich andere Voraussetzungen als du.
    Zuerst hatte ich den TFK Twinner Twist Duo. Hätte das Geld damals gereicht, hätte ich den Bugaboo Donkey genommen. Der ist einfach schöner zu verladen. Aber man muss ja mit dem arbeiten, was man hat *lach*
    Es hat sich dann aber heraus gestellt, dass ich ohnehin fast nur den Croozer Fahrradanhänger nutze. Auch als Kinderwagen. Der hat einfach den größten Laderaum.
    Unterwegs bin ich sehr schnell umgestiegen auf den Bollerwagen. Der geht in den kleinsten Kleinwagen und die Kinder lieben den einfach. Also hab ich gar keinen klassischen Kinderwagen mehr. Und damit bin ich sehr zufrieden.

  4. Hallo,
    Meine Kinder sind auch 2 und 1jahr alt und leben mitten in der City.
    Wir haben sämtliche Varianten ausprobiert, ich habe alle Tests genauestens studiert.
    Und schlussendlich habe ich die kleine immer im Tuch getragen und die große hat es sich im „Scoot“ bequem gemacht. (Auf den ich zufällig in einem Babymarkt stieß)
    Mittlerweile wechseln sich beide ab.
    Der „Scoot“ ist ideal für die Stadt, in jeder Bahn, in jedem Buss, mit vollgepackten​Korb Bordsteine rauf und runter und robust!
    Falls doch mal zwei Kinder gleich zeitig sitzen wollen.
    Oder der Papa einen Ausflug über Stock und Stein macht !

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